Mit jedem gekauften innocent
Smoothie mit Bienenlogo rettest Du jetzt eine Biene. (Mehr erfährst Du übrigens
auf www.innocent-bees.com) Damit es aber nicht nur im Kühlregal und im Internet
summt, haben wir diese Woche unseren eigenen Balkongarten angelegt. Wenn auch
Du den Bienen im Stadtdschungel etwas mehr Blütenauswahl bieten möchtest,
folgst Du einfach diesen fünf Schritten.
Schritt 1: Such das
Gartencenter Deines Vertrauens auf, schnapp Dir einen großen Einkaufswagen und
such Dir möglichst bienenfreundliche Blumen aus. Bienenfreundlich bedeutet zum
einen, dass die Blüte nicht „gefüllt“ ist, die Bienen also leicht an den Pollen
kommen – und zum anderen, dass möglichst viel von diesem Pollen vorhanden ist.
Töpfe und Übertöpfe sollten
natürlich nicht fehlen.
Schritt 2: Such Dir einen
geeigneten Platz für den geplanten Garten. Das muss nicht zwingend ein Balkon
sein, ein ebener Fenstersims tut’s genauso.
Schritt 3: Jetzt muss die
Blumenerde in die Töpfe. Wenn Dein Blumentopf ein Loch im Boden hat, deckst du
dieses am besten mit einer Tonscherbe ab. So bleibt die Erde im Topf und
überschüssiges Wasser kann trotzdem ablaufen.
Wer viel arbeitet, hat sich
Zwischenmahlzeiten verdient.
Schritt 4: Hol Dir zusätzlich eine Katrin ins Boot, damit das Bepflanzen noch schneller geht. (Wenn Du gerade keine Katrin zur Hand hast, geht auch ein Thomas oder eine Eva. Wir wollen mal nicht so sein.)
Schritt 5: Genieße den
Anblick Deines fertigen Balkongartens und warte auf Deine ersten summenden
Gäste. In der Zwischenzeit könntest Du ein Foto von Deiner Gartenarbeit auf
unserer Facebook-Pinnwand posten: www.facebook.com/ObstZumTrinken
Kleiner Tipp am Rande: Auch
Bienen haben Durst. Stell ihnen doch ein flaches Gefäß mit Wasser und kleinen
Steinen hin, damit sie bei Bedarf etwas trinken können.
Du hast bestimmt schon davon
gehört, dass wir jährlich 10% unseres Gewinns an wohltätige Zwecke spenden.
Der Großteil dieses Geldes fließt in unsere innocent foundation, die als
gemeinnützige Organisation verschiedene Projekte in den Ländern unterstützt, in
denen unser Obst angebaut wird.
Eines dieser Partnerprojekte
ist „Send A Cow“. „Send A Cow“ begann damit, Kühe nach Afrika zu schicken,
damit arme Bauern und ganze Dorfgemeinschaften sie als Nutztiere einsetzen
konnten. Mittlerweile ist die Hilfe vielfältiger geworden, denn „Send A Cow“
gibt neben wichtigen Pflanzen und Werkzeugen für einen ertragreichen Anbau auch
Wissen weiter. Wissen, das oft über Erfolg oder Misserfolg für eine Ernte
entscheidet – und in den ländlichen Gebieten Afrikas meistens fehlt.
Uns gefällt dieser
nachhaltige, ganzheitliche Ansatz von „Send A Cow“ sehr. Deshalb arbeiten wir
in Uganda mit ihnen zusammen. Und helfen damit lieben Leuten wie Resty.
Da ihr Mann vor vier Jahren
starb, wurde sie kurz darauf vom Dorf und der Familie ihres Mannes verstoßen.
Sie galt als ein „Niemand“. Doch mit der Hilfe von „Send A Cow“ konnte sich
Resty wieder aufrappeln: Mittlerweile baut sie grüne Orangen an und ist damit
so erfolgreich, dass sie alle ihre acht Kinder zur Schule schicken kann – und
jetzt ihr eigenes Saftgeschäft plant. (Wir verarbeiten übrigens keine von
Restys Orangen, dafür ist die Ernte zu klein. Aber wir haben sie bei unserem
letzten Besuch vor Ort gekostet. Und sie schmecken einfach toll.)
Du siehst: Jeder Smoothie,
den Du kaufst, hilft uns, Gutes in der Welt zu tun. Deshalb danken wir Dir,
dass Du uns unterstützt.
Du hast es ja bestimmt schon gehört: „Das Große Stricken“ war in
Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder ein großer Erfolg.
Insgesamt haben tausende fleißige Helferinnen und Helfer mit etwa
doppelt so vielen Händen sensationelle 529.218 Mützchen gestrickt.
Das
bedeutet, dass die letztjährigen Strickrekorde in allen drei Ländern
gebrochen wurden. Und dass wir jeweils einen hohen Spendenbetrag an
unsere Benefiz-Partner überweisen konnten. In Deutschland haben wir
mit 60.380,40 Euro beim Deutschen Roten Kreuz geklingelt. In
Österreich bekommt die Caritas 59.246,10 Euro. Und in der Schweiz
erreichen die Pro Senectute diese Tage 65'231.50 Franken.
Was
genau geschieht mit diesem Geld? In jedem Land wird es dazu
eingesetzt, älteren Menschen in finanzieller Notlage unter die Arme
zu greifen. Gerade in der kälteren Jahreszeit fehlt es oft an Geld
zum Kauf warmer Kleidung, vom Bezahlen der Heizkosten ganz zu
schweigen. So hilft beispielsweise der Einzelhilfefonds von Pro
Senectute älteren Menschen in finanzieller Not: Sie weisen bei einer
regionalen Pro Senectute-Organisation nach, wofür sie das Geld
benötigen, und dass die Mittel zweckmäßig eingesetzt werden. Sind
diese Voraussetzungen erfüllt, bekommen sie die nötige finanzielle
Unterstützung schnell und unbürokratisch zugesprochen. Letztes Jahr
konnte so auch ein über 100 Jahre alter Kachelofen wieder in Stand
gesetzt werden, neben vielen weiteren Hilfestellungen natürlich. Und
weil körperliche Wärme nicht alles ist, werden die Spenden aus dem
„Großen Stricken“ auch dafür verwendet, die älteren Mitbürger
zu besuchen, mit ihnen zu plaudern und ihnen ein offenes Ohr zu
bieten.
Übrigens:
Jedes einzelne Mützchen wurde von einer Strickerin oder einem
Stricker in liebevoller Handarbeit gefertigt. (Dies
nur, weil einige unserer Freunde hinter der riesigen Mützenmasse
kleine Strickfeen vermuteten.)
Wie genau so ein handgestricktes Mützchen auf einen unserer
Smoothies gelangt, siehst Du hier:
Die
Mützchen wurden nicht nur von flinken Fingern gestrickt, sondern
auch von ihnen verschickt. (Unser Postbote hat nach der diesjährigen
Aktion übrigens Sonderurlaub beantragt.) Nachdem wir die Mützchen
gezählt, sie für jedes Land mit einer Etikette versehen und eine
handschriftliche Dankeskarte an ihre Strickerin oder ihren Stricker
versendet haben, leiten wir die Mützchen weiter ins Logistikzentrum,
wo auch schon unsere gut gekühlten Smoothies warten. Hier setzen
Logistik-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter die Mützchen einzeln auf
die innocent Smoothie-Fläschchen und liefern sie so zu den vielen
Supermarkt-Filialen im ganzen Land. Dort angekommen, werden sie
schnell von aufmerksamen Menschen entdeckt und mitgenommen. An diesem
Punkt haben sie ihre gute Tat des Tages schon erfüllt, denn wir
spenden für jeden innocent Smoothie mit Mützchen, sobald er
verkauft wird. Und doch: Unzähligen Menschen machen die
Mützchen auch
lange nach dem Kauf noch weiter Freude. Etwa als Puppenhut,
Fahrradklingelschmuck oder eben als Eierwärmer.
So
oder so ähnlich hat jedes Mützchen den Weg zu seinem jetzigen
Besitzer gefunden und auf diesem Weg für Geselligkeit beim Stricken,
Euphorie beim Zählen, Aufsetzen und Versenden, und für ein warmes
Gefühl bei den Beschenkten gesorgt. Und dafür danken wir allen, die
beim
„Großen Stricken"
mit dabei waren, von ganzem Herzen.
Unsere englische Kollegin
Jojo war in Afrika unterwegs – genauer gesagt in Uganda und dort rund um die
Hauptstadt Kampala. Sie war bei verschiedenen Familien zu Besuch, die am
Projekt „Send A Cow“ teilnehmen. „Send A Cow“ ist eines der Projekte, die
unsere innocent Foundation unterstützt. Es verhilft ugandischen Familien in Not
zu einem besseren Leben, indem es ihnen mit Spenden Kühe, Pflanzensamen,
Werkzeug und anderes Gebrauchsmaterial zur Verfügung stellt. Zudem werden die
Familien in der Landwirtschaft geschult und können sich selbst und andere in
ihrer Gemeinschaft ernähren. Hier ist ein kleiner Bericht darüber, was Jojo bei
Edith und ihrer Familie erlebt hat.
Edith mit ihrer Kuh
„Nach einer langen,
rumpeligen Anreise, die mehr einer Fahrt mit der Achterbahn denn mit einem
Offroader glich, traf ich Edith und ihre Familie. Edith und Edward, ihr
Ehemann, leben gemeinsam mit ihren zehn Kindern in Mwererwe. 2010 wurde Edith
von der dort ansässigen Frauengruppe gefragt, ob sie nicht Teil von „Send A
Cow“ werden möchte – und seither ist sie Mitglied.
Gerade sind alle sehr
geschäftig, und das aus gutem Grund: Morgen steht der Besuch des
Premierministers von Buganda an, einer der kleinen Monarchien mitten in Uganda.
Der Grund dafür: Neben neun weiteren Familien in der Region hat Ediths Familie
ein Biogas-System erhalten, gespendet und installiert von Heifer International. Und das
wiederum ist nur möglich, weil sie eine Kuh besitzen.
Edith und ihre Familie beim Kuhdung-Mischen
Elektrizität ist im
ländlichen Afrika noch immer ein seltenes Gut. Dafür gibt es hier jede Menge
Kuhdung und damit die ideale Quelle für Biogas. Hier sehen wir Edith, wie sie
den Kuhdung mit Urin vermischt. Dieser Mix wird in eine Kammer unter der Erde gesaugt,
wo die aufsteigenden Biogase zu Strom umgewandelt werden und so den Herd in der
Küche und eine Glühbirne antreiben. Am Ende nutzt Edith die Masse noch als
Düngemittel für ihre Pflanzen. Ich finde, davon kann man einiges lernen.
Die besagte Lampe, deren Strom aus Biogas stammt
Über die Zusammenarbeit mit
„Send A Cow“ erzählt Edward: ‚Vor „Send A Cow“
wollte uns niemand sehen. Die Welt hat die Augen verschlossen vor uns, und
niemand wollte uns helfen. Doch die Leute von „Send A Cow“ waren mutig und
haben es möglich gemacht, dass wir eine Kuh besitzen. Jetzt ist alles viel
besser, alle können und wollen uns sehen. Und alle wollen uns helfen.‘ Dass jetzt alle helfen wollen, hat auch damit zu tun,
dass Familien bei „Send A Cow“ zeigen müssen, dass sie nachhaltig anbauen und
arbeiten können. Das gibt anderen Organisationen Zuversicht. Zuversicht, mit
diesen Leuten weiterzuarbeiten und auch neue Projekte mit ihnen anzugehen. So,
wie es eben Heifer International mit dem Biogas-System tut.
Später am
Abend erzählt mir Edith, dass es ihr größter Traum sei, ein neues Haus zu bauen.
In den nächsten fünf Jahren solle das geschehen. Und sie hat mich eingeladen,
dann wieder herzukommen und es mir anzusehen. Ich hoffe für uns beide, dass das
möglich sein wird.“
An London gefällt uns eine
ganze Menge. Der melancholisch verhangene Himmel und die erfrischende Luft an
der Themse zum Beispiel. Oder die riesige Auswahl an English Breakfast. Besonders
wichtig ist uns aber, dass innocent 1999 in London gegründet wurde. So haben
wir immer einen triftigen Grund, uns mit unseren Kollegen aus ganz Europa in
der britischen Hauptstadt zu treffen, um das Vergangene und das Kommende zu
besprechen. (Und um ganz nebenbei neue Seiten an dieser schönen Stadt zu
entdecken.)
So geschehen ist das letztes
Wochenende: Wir waren für das jährliche Meeting zurück in der Geburtsstätte
unserer kleinen Smoothies. Und möchten Dir einige Bilder von diesen drei Tagen
zeigen.
So kuschelig wurden Bettina und Alex in Fruit Towers empfangen.
Und auch Christian und Katharina kuschelten.
Tee: Das britische Allheilmittel. (Hinter den Teetassen verstecken sich übrigens Miriam und Eva.)
Auf dem Weg ins Stadtzentrum...
...wo Bettina sich im Degenkampf übte.
Am Freitagabend startete die obligatorische Weihnachtsfeier. (Zwischen Franz und Tine grinst hier Adam hervor, einer der drei Gründer von innocent.)
Und am Samstagabend ging es mit etwas mehr Glamour an die Sache:
In ein angeregtes Gespräch vertieft: Einer der kreativsten Köpfe von innocent, Dan Germain, und unser Franz. (Ebenfalls sehr kreativ und mit einem atemberaubenden Profil gesegnet.)
In den letzten Wochen haben wir tausende Pakete mit abertausenden Mützchen geöffnet, geordnet, sortiert, gezählt und beantwortet. (Okay, ein bisschen gespielt haben wir auch mit den kleinen Mützen.) Wie so ein Tag bei uns im Büro aussah, kannst Du hier miterleben:
An diesem einen Tag sind gut 10.000 neue Mützchen bei uns eingetroffen. Hätten wir sie alle alleine zählen müssen, wären wir wahrscheinlich noch immer mittendrin. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir auf die Hilfe von Maria und Katharina zählen konnten. Die Beiden arbeiten sonst für die Caritas und haben uns in äußerst charmanter Weise unter die Arme gegriffen. (Sie haben so schnell gearbeitet, dass sich sogar die Kamera schwer tat, sie einzufangen. Wenn Du das Video aber ganz genau betrachtest, erkennst Du sie bestimmt.) Danke, Ihr seid die Besten.
Unsere Katharina mit den fingerfertigen Helferinnen Maria und Katharina.
Wir haben von Berufs wegen oft mit Obst zu tun. (Vielleicht hast Du schon davon gehört.) So erfahren wir viel über verschiedene Früchte, das wir Dir nicht vorenthalten möchten. Zum Beispiel:
Bananen liefern Kalium, Magnesium und
Vitamin C, haben (je nach Reifegrad) gerade einmal 0.2 % Fett und schmecken
himmlisch mit Vanille-Eis und Schokoladensauce. Und doch: Trotz dieser vielen
guten Eigenschaften sind sie bei Bienen höchst unbeliebt. Dahinter stecken aber
weder Familienfehden noch Klingelstreiche - sondern reine Biochemie. Denn Bienen
kommunizieren mit ihren abertausend Geschwistern über Körpersprache und
Gerüche. Wenn sie angegriffen werden und zustechen, stoßen sie das Pheromon
Essigsäureisoamylester* aus und informieren so die anderen Bienen des Volkes, dass
ein Feind in der Nähe ist. Wie es der Zufall will, riecht dieses ausgestoßene
Pheromon genau wie reife Banane (und wird von Imkern als „sehr unangenehm“
beschrieben).
Trifft die Biene also auf eine Banane,
glaubt sie, dass bereits ein Angriff stattfindet – schließlich riecht es
überall danach – und stürzt sich ebenfalls ins Getümmel. Und so kommt es vor, dass Bananen ab und
zu Opfer von Bienenattacken werden, ohne auch nur das Geringste dafür zu können.
Wir haben von Berufs wegen oft mit Obst zu tun.
(Vielleicht hast Du schon davon gehört.) So erfahren wir viel über verschiedene
Früchte, das wir Dir nicht vorenthalten möchten. Zum Beispiel:
Es ist natürlich keine genetisch bedingte Eigenschaft
von Orangen, Leuten das Leben schwer zu machen. Für Francis Ford Coppola
allerdings waren Orangen (und generell die Farbe Orange) das perfekte
Stilmittel, um in seinem dreiteiligen Mob-Epos „Der Pate“ Gefahr und Tod zu
symbolisieren. So werden in allen drei Filmteilen Orangen in den
unterschiedlichsten Formen immer dann gezeigt, wenn wichtige Mafiamitglieder
ins sprichwörtliche Gras beißen, Intrigen geschmiedet und unheilige Allianzen
geschlossen werden. Beispielsweise kauft Don Corleone zwei Orangen, kurz bevor
er seinen zukünftigen Mördern in die Arme läuft – und stößt einen Korb mit
Orangen um, als er zu fliehen versucht.
Francis Ford Coppola, übrigens der Onkel von
Schauspieler Nicholas Cage, begründete den häufigen Einsatz der Zitrusfrüchte
(immerhin mindestens 22 Mal in drei Filmen – und da sind nur die Szenen, in
denen nachher auch jemand vor seinen Schöpfer tritt) mit einem Zufall: Im
ersten Teil hätte das Team gar nicht darauf geachtet. Man sei erst später drauf
gekommen, dass man die Orangen so oft in die Geschichte eingebaut hatte. Die
logische Folgerung: Im zweiten und dritten Teil von „Der Pate“ wurden die Früchte
bewusst im Plot platziert.
Dass der erste Teil der Trilogie mittlerweile als
„zweitbestes Werk der amerikanischen Filmgeschichte“ (American Film Institute)
zählt, wundert uns bei diesen tollen Nebendarstellern natürlich überhaupt nicht.
Wir haben von Berufs wegen
oft mit Obst zu tun. (Vielleicht hast Du schon davon gehört.) So erfahren wir
viel über verschiedene Früchte, das wir Dir nicht vorenthalten möchten. Zum
Beispiel:
Trauben – oder genauer:
Weinbeeren – sind nicht nur reich an Kalium und Antioxidantien, sie sorgen auch
für ein Minifeuerwerk, wenn man sie richtig präpariert in die Mikrowelle legt.
Wie genau das funktioniert, erklären wir Dir weiter unten. Vorher möchten wir
Dir gerne zeigen, wie das Endprodukt des Experiments aussieht. (Das Video hat
tom091178 produziert, unsere Mikrowelle hat uns mit ihrem dichten Gitternetz
die Einsicht verwehrt.)
YouTube-Video von tom091178.
Wenn Du den Versuch selber
nachstellen möchtest, haben hier die genaue Anleitung für Dich. (Wenn Dir die
Mikrowelle nicht gehört, solltest Du an dieser Stelle die Erlaubnis ihres
Besitzers einholen. Schließlich geschieht es nicht jeden Tag, dass Essen in der
Mikrowelle absichtlich Feuer fangen soll.)
Nimm Dir eine Weintraube und
schneide sie so ein, dass Du zwei Hälften hast, diese aber noch durch ein
dünnes Häutchen verbunden bleiben. Diese Weintraube legst Du in die Mikrowelle
und stellst den Timer auf 10 Sekunden ein. Besonders bei neueren
Mikrowellen-Geräten ist es nicht nötig, mit Maximalleistung zu arbeiten. Dann
startest Du den Vorgang und wirst Zeuge davon, dass Weintrauben in der
Mikrowelle Funken sprühen.
Das Ganze sieht toll aus –
doch wie ist das möglich? Die Mikrowellen aktivieren die Ionen in den beiden
Weintraubenhälften. Diese Ionen fließen von der einen in die andere Hälfte und
wieder zurück. Das alles geschieht im Traubensaft und über das verbliebene
Stückchen Haut. Je länger die Ionen sich hin und her bewegen, desto mehr heizen
sie ihre Umgebung auf. Dadurch verdampft das Wasser im Traubensaft und die
Ionen kommen schlechter voran, wollen das aber nicht einfach so hinnehmen. Um
weiterhin von der einen in die andere Traubenhälfte zu gelangen, benötigen sie
einen direkteren Weg. Und dieser führt über die Luft: Durch die hohe Spannung
wurde die Luft oberhalb der Weintraube nämlich ionisiert, ist jetzt also
leitfähig und gibt der aufgebauten Spannung die Möglichkeit, sich in einem
funkelnden Blitz zu entladen. Es geschieht dasselbe, wie wenn ein Blitz während
eines Gewitters in die Erde einschlägt.
Wir haben von Berufs wegen oft mit Obst zu tun.
(Vielleicht hast Du schon davon gehört.) So erfahren wir viel über verschiedene
Früchte, das wir Dir nicht vorenthalten möchten. Zum Beispiel:
Das haben Forscher mittels
einer Art Computertomographie heraus gefunden. Sie wollten erfahren, wie die „Atemkanäle“
von Äpfeln beschaffen sind, über die sie ihre Zellstrukturen mit Sauerstoff
versorgen – und sind zu diesem erstaunlichen Ergebnis gekommen. Im Vergleich
etwa zu Birnen, deren Sauerstoffkanäle sehr dünn sind, nehmen die Atemwege von
Äpfeln hohlraumartige Ausmaße an. Diese luftgefüllten Hohlräume machen beim
Apfel fast 25 Prozent des Gesamtvolumens aus, weshalb ein Apfel eben zu einem
Viertel aus Luft besteht. (Das ist übrigens auch der Grund, wieso Äpfel an der
Wasseroberfläche schwimmen.)
Wie gut dieses „Belüftungssystem“
der Äpfel funktioniert, zeigt ein ganz simpler Test: Aufgeschnittene Äpfel
werden viel langsamer braun als z.B. Birnenhälften. Das hat mit dem
Gasaustausch zu tun: Die Zellen der Birne verkümmern schneller, weil ihre Luftkanäle
so dünn und fein sind.
rrrr zu Grüße von Resty
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